ÖPNV, Solarmodule oder vegane Wurst

ÖPNV, Solarmodule oder vegane Wurst

Das Herner Nachhaltigkeitsforum beschäftigte sich mit der Frage, wie sich Sport und Nachhaltigkeit verbinden lassen

 

Herne. Sportliche Betätigung wird vom Klimawandel beeinflusst und umgekehrt haben Sportveranstaltungen Auswirkungen auf Klima und Umwelt. „Wie lassen sich Sport und Nachhaltigkeit verbinden?“ Um diese Frage ging es beim Herner Nachhaltigkeitsforum am 26. März in der Volkshochschule Herne. Melina Stirl (VfL Bochum 1848), Mike Lautenschläger (DSC Wanne-Eickel Handball e.V.) und Hauke Kessler (Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.) haben über das Thema diskutiert; moderiert wurde die Veranstaltung von Eine-Welt-Promotor Markus Heißler von der Fachstelle Eine Welt des Kirchenkreises Herne.

Die Zunahme von Starkregen und von Hitzetagen haben laut Melina Stirl, der Nachhaltigkeitsmanagerin des VfL Bochum, direkten Einfluss auf den Sport. Zu diesen und anderen ökologischen Auswirkungen Klimawandels trügen neben der Anreise mit dem Auto zu Sportveranstaltungen auch die Currywurst für die Zuschauerinnen oder Zuschauer beim Spiel bei. Die Vereine der 1. und 2. Fußballbundesliga müssen deshalb Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Stirl erläuterte dazu die umfangreichen Maßnahmen des Vereins, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. „Dazu gehören Kombitickets für den öffentlichen , Solarmodule auf dem Stadiondach oder die vegane Wurst“, sagte sie. „Auch der Fanshop bietet mittlerweile viele sozial und umweltfreundlich hergestellte Produkte an.“

Mike Lautenschläger vom Vorstand des DSC Wanne-Eickel Handball e.V. stellte das E-Sport-Zentrum des Vereins als einen Ansatz sozialer Nachhaltigkeit vor. Ziel sei es, Vereine in Zeiten zunehmender Digitalisierung relevant zu halten und Strukturen zukunftsfähig zu machen. „Kinder und Jugendliche kommen aus der Vereinzelung heraus und lernen durch das gemeinschaftliche Spielen“, betonte er.

Über Nachhaltigkeit im Breitensport informierte und Hauke Kessler, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW und ehrenamtlicher Geschäftsführer eines Sportvereins. Auch Breitensportvereine hätten viele Möglichkeiten nachhaltiger zu werden. Themenfelder seien z.B. die Sportstätten, die Mobilität, das Abfallmanagement oder die Teilhabe. „Für die konkrete Umsetzung gibt es mittlerweile viele gut dokumentierte Praxisbeispiele, z.B. auch von den Beteiligten des Wettbewerbs ‚Westderby‘, die Nachhaltigkeitsprojekte von Sportvereinen in NRW prämiert.“

Das Herner Nachhaltigkeitsforum ist eine Veranstaltungsreihe der Fachstelle Eine Welt des Kirchenkreises Herne, der Volkshochschule Herne, des Bildungsbüros der Stadt Herne in Kooperation mit der AG Herner Nachhaltigkeitsforum. Die nächste Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 21. Mai, um 18.30 in der Volkshochschule Herne im Kulturzentrum zum Thema „Was tun gegen die Hitze, jetzt und in Zukunft“. PP

 

Von links: Markus Heißler, Melina Stirl, Hauke Kessler und Mike Lautenschläger beim Herner Nachhaltigkeitsforum am 26. März. FOTO: PRIVAT

 

 

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