Herne. Aller guten Dinge sind fünf: Mit einer Service-Wohnanlage, zwei Demenz-Wohngemeinschaften und einer neuen Diakoniestation erweitert das Diakonische Werk im Kirchenkreis Herne sein Dienstleistungsportfolio. Die Baugenehmigung für das Wohnprojekt an der Kronenstraße 9-11 in Sodingen hat Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda Anfang März persönlich an Diakonie-Geschäftsführer Jörg Kasbrink, Mitinvestor und Generalplaner Ricardo Boksteen sowie den Projektentwickler Karl Kinne, Geschäftsführer der proplanruhr GmbH, übergeben.
„Dieses Projekt ist ein wichtiger Impuls für den altersgerechten Herner Wohnungsmarkt: Viele haben das Glück, immer älter zu werden, aber es mangelt oft an entsprechendem Wohnraum, um auch im fortgeschrittenen Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen möglichst lange mit entsprechender Begleitung in den eigenen vier Wänden leben zu können. Mit dem nun entstehenden Wohnungsangebot schafft die Diakonie hier Abhilfe, indem sie nicht nur den Wohnraum selbst anbietet, sondern zugleich auch als Dienstleister im Bereich Pflege und Betreuung zur Verfügung steht. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für deren Angehörige, die ihre Lieben so in jeder Hinsicht in den besten Händen wissen. Und: Durch die Schaffung altersgerechter Wohnformen im Geschoßwohnungsbau kann der Neubaubedarf insgesamt reduziert werden“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei der Übergabe der Baugenehmigung.
An der Kronenstraße errichtet die Investorengemeinschaft KRS Herne ein Gebäude mit 31 barrierefreien Wohnungen, ein weiteres Gebäude mit zwei Demenz-Wohngemeinschaften sowie eine Diakoniestation. Sobald die für das Jahr 2027 in Aussicht gestellten Wohnraumfördermittel fließen, wird der Baubeginn auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück in Herne-Sodingen erfolgen. Die Bauzeit wird voraussichtlich 18 Monate betragen.
25 der 31 Wohnungen – eine Quote von mehr als 80 Prozent – sowie die 24 Plätze der beiden Demenzwohngemeinschaften sollen mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Die Wohnungen sind zwischen 48 und 78 Quadratmeter groß. Sollte das Land Nordrhein-Westfalen dem Fördermittelantrag der Bauherren zustimmen, können sie mit einem Wohnberechtigungsschein gemietet werden, der bei der Stadt erhältlich ist. Die frei finanzierten Wohnungen werden in Größen zwischen 71 und 147 Quadratmetern angeboten. „Mit der Wohnanlage Kronenstraße wollen wir zwei wichtige Ziele erreichen: Wir wollen bezahlbaren, hochwertigen und barrierefreien Wohnraum schaffen und gleichzeitig die Möglichkeit erhöhen, dass auch Menschen mit geringerem Einkommen Wohnungen finden können, in denen sie gut alt werden können“, so Investor Ricardo Boksteen.
Alle Gebäude erfüllen erhöhte Energieeffizienz-Standards. Sie werden mit einer Photovoltaik-Anlage sowie Wärmepumpentechnik betrieben, was den Mieterinnen und Mietern sehr geringe Energiekosten garantiert. Zur komfortablen Ausstattung zählen außerdem ein Aufzug, eine Fußbodenheizung, barrierefreie Bäder, Balkon oder Terrasse und elektrisch betriebene Rollläden.
Wie bereits in den Wohnanlagen an der Altenhöfener Straße (40 Wohneinheiten), Hermann-Löns-Straße (45 Wohneinheiten), Vinckestraße (45 Wohneinheiten) und Im Kattenbusch (100 Wohneinheiten) setzt das Diakonische Werk Herne auch an der Kronenstraße das bewährte Konzept „Wohnen mit Service“ um. Diakonie-Geschäftsführer Jörg Kasbrink: „Unser Konzept orientiert sich am Wunsch vieler Menschen, in der zweiten Lebenshälfte so lange wie möglich in eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Ein Hausmeister- und Reinigungsdienst entlastet sie von täglichen Pflichten. Außerdem stellen wir den Mieterinnen und Mietern eine persönliche Wohnbegleitung zur Verfügung. Sie bietet regelmäßige Besuchstermine an und unterstützt die Mieter bei Fragen und kleinen Problemen. Darüber hinaus verwaltet sie den Gemeinschaftsraum, der für private oder hausinterne Feiern und Veranstaltungen genutzt werden kann.“ Wichtig sei auch, für das Alter und seine Folgeerscheinungen gut gerüstet zu sein. Deshalb bietet das Diakonische Werk bei Bedarf hauswirtschaftliche und pflegerische Leistungen an.
Für die Vermietung der barrierefreien Wohnungen ist die Firma AIP in Bottrop verantwortlich. Interessierte erhalten bei Katja Boksteen erste Informationen unter Telefon (02041) 56 98 26 oder per E-Mail an info@aip-boksteen.de.