Evangelische Kirche im Herzen des Ruhrgebiets

Hier erfahren Sie (fast) alles über die Gemeinden und die Fachdienste der Evangelischen Kirche in Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel. Sie finden Ansprechpersonen, aktuelle Nachrichten und Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, kirchliche Trauung oder Bestattung.

 

Kein Zugang zum Friedensnobelpreisträger

RUANDA – Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Heinrich Bedford-Strohm, ist mit seiner Absicht, den Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege in Bukavu zu besuchen, an Vorgaben der ruandischen Regierung gescheitert. Nach Auskunft der ruandischen Partnerkirche war es wegen vier identifizierter Ebolafälle im Nordkivu (Kongo) seitens der ruandischen Regierung untersagt, dass Menschen, die aus dem Kongo kommen, an Versammlungen in Ruanda teilnehmen. Darauf hätten sich eine Runde aus Kirchenleuten und Ministerien von beiden Seiten kurzfristig geeinigt. Der Versuch einer „verkleinerten“ Delegation, bestehend aus dem EKD-Ratsvorsitzenden und seiner Frau, Heinrich und Deborah Bedford-Strohm, sowie des Leiters des Eine Welt Zentrums in Herne, Pfarrer Martin Domke, die Grenze zu passieren wurde vor Ort vereitelt. Die drei hatten noch den Flug bis an die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo angetreten, um dann das Verbot der ruandischen Autoritäten entgegenzunehmen. Ein Besuch im Kongo hätte zur Folge gehabt, dass das lange geplante Treffen Bedford-Strohms mit der ruandischen Kirche hätte abgesagt werden müssen.

„Da in Bukavu bislang kein einziger Ebola-Fall bestätigt wurde, ist diese Maßnahme mit rationalem Vorgehen nicht zu erklären, zumal täglich Tausende Händler und Schülerinnen die Grenze passieren“ sagte Martin Domke. „Welche Interessen hier im Spiel sind, kann gegenwärtig nur vermutet werden; doch den Delegationen auf beiden Seiten stellt sich diese Frage jetzt massiv.“ Die Gastgebenden aus Bukavu nahmen es sportlich und kamen ihrerseits über die Grenze, um den hohen Gast aus Deutschland zu begrüßen, einschließlich eines Parlamentsmitglieds aus Kinshasa. Vital Mukuza hatte extra für diesen Besuch den weiten Weg aus der Hauptstadt auf sich genommen. Die Begegnung verschaffte dem Ratsvorsitzenden einen ersten Eindruck über die Probleme des Landes, nicht nur in Bezug auf Ebola, sondern auch auf die Hintergründe der Konflikte sowie die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Aufgrund der Kürze der Zeit haben bereits weitere Planungen des EKD-Ratsvorsitzenden mit dem Eine Welt Zentrum in Herne zu möglichen weiteren Kontakten begonnen. Der Anfang ist gemacht und Dr. Bedford-Strohm äußerte sich trotz aller Enttäuschung zufrieden über die Zusammenkunft mit den kongolesischen Würdenträgern: „Wir haben einen so lebendigen Eindruck gewonnen, gerade auch was die Gastfreundschaft und das Interesse betrifft“, sagte er. MD

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