Kapelle wird Indoor-Kolumbarium

Herne. Im 124. Jahr nach Fertigstellung eines Betsaales auf dem ehemals evangelischen Friedhof am Trimbuschhof (Ostfriedhof) und seiner Einweihung durch Pastor Deichsel erfährt die Friedhofskapelle eine gründliche Instandsetzung und Umwandlung in das erste Herner Indoor-Kolumbarium. In der Kapelle werden 662 Urnen untergebracht, davon 518 in eigenen Grabkammern und 144 in einer Gemeinschaftsanlage. Damit erfährt der 2006 für Erdbestattungen geschlossene Ostfriedhof seine zweite gründliche Umwandlung in jüngerer Zeit seit Abtrennung eines Urnenfriedhofes mit 300 Plätzen auf 1800 Quadratmeter Fläche in Verwaltung von Frohne Bestattungen und Maylahn Blumen und Floristik.

Vor zehn Jahren war die Bestattung von Urnen in der ehemaligen Friedhofskapelle schon angedacht worden. Vor drei Jahren gab die Bezirksvertretung Sodingen Grünes Licht. Seitdem wurden Dach, Heizung, Fassade überholt. Der Hauptweg erhält eine neue Pflasterung. Barrieren verschwinden, eine Rampe wird erstellt. Ob alles bis Mai dieses Jahres fertiggestellt sein wird, muss sich erweisen. Zu den Erneuerungsarbeiten zählt eine Überholung der kunstvoll gestalteten Fenster, einem Werk des Bochumer Glaskünstlers Ignatius Geitel (1913-1985), in einer Münsteraner Werkstatt. SI