Ruhrgebiet bleibt „Faire Metropolregion“

Ruhrgebiet. Die Auszeichnung als Faire Metropole Ruhr im Jahr 2013 war ein riesiger Erfolg. Seither haben sich viele weitere Städte und Kreise des Ruhrgebiets auf den Weg gemacht, Fairtrade-Town oder Fairtrade-Kreis zu werden. Heute leben im Ruhrgebiet bereits über 4,5 Millionen Menschen in einer Fairtrade-Town oder einem Fairtrade-Kreis. 17 Städte (u.a. Herne und Castrop- Rauxel) haben sich darüber hinaus verpflichtet, die Charta Faire Metropole Ruhr 2030, also die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf kommunaler Ebene voranzutreiben. Das Ruhrgebiet hat damit eine Vorreiterrolle für andere Regionen in Deutschland übernommen. Dies ist ein Erfolg des Netzwerks Faire Metropole Ruhr. Dort arbeiten seit über 15 Jahren kommunale, zivilgesellschaftliche und kirchliche Akteure zusammen. Markus Heißler, Eine-Welt-Promotor in der Fachstelle Eine Welt des Kirchenkreises Herne, ist einer der Initiatoren und langjähriger Sprecher des Netzwerks. Auch das Projektbüro der Fairen Metropole Ruhr hat seinen Sitz im Kirchenkreis Herne.

Kurz vor Weihnachten gab es dann einen Grund zu Feiern. Fairtrade Deutschland hat die Auszeichnung als „Faire Metropolregion“ für zwei weitere Jahre bestätigt. Damit wird das langjährige Engagement von Kommunen, Zivilgesellschaft und Politik für Fairen Handel und faire Beschaffung erneut gewürdigt. Bei einem gemeinsamen Gesprächstermin nahmen Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister von Herne und Vorsitzender der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (Ruhrparlament), Eine-Welt-Promotor Markus Heißler, Dirk Heitlindemann, Tamara Kaschek sowie Dana Kiehl, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik (alle Faire Metropole Ruhr), die erneute Auszeichnung zum Anlass, die Bedeutung des Fairen Handels für das Ruhrgebiet zu betonen.

„Die Verlängerung des Titels zeigt, dass das Ruhrgebiet seinen Weg konsequent weitergeht“, so Dr. Frank Dudda. „Fairer Handel und nachhaltige Beschaffung sind zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung und finden im Ruhrparlament breite Unterstützung.“ Auch aus Sicht des Netzwerks ist die Bestätigung ein wichtiges Signal. „Die Auszeichnung ist Anerkennung und zugleich Auftrag“, erklärte Dana Kiehl. „Sie bestätigt die gemeinsame Arbeit der Städte, Kreise und zivilgesellschaftlichen Akteure – und sie motiviert, das Thema Fairness weiter strukturell in der Region zu verankern.“

Markus Heißler betonte die Rolle des Netzwerks Faire Metropole Ruhr bei der Mitgestaltung der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet und bei den Bildungsprojekten FaireKita und Faires Jugendhaus. „Allein in Herne sind bis jetzt über 25 Einrichtungen daran beteiligt“, sagte er.

 

Von links: Tamara Kaschek und Dana Kiehl (Faire Metropole Ruhr), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister von Herne und Vorsitzender Ruhrparlament), Dirk Heitlindemann, Markus Heißler (Fachstelle Eine Welt). FOTO: DANIEL DJAN/ STADT HERNE