Mobilität im Alter als zentrales Thema

Herne. Wie lässt sich Mobilität im Alter möglichst lange erhalten? Dieser zentralen Frage hat sich das Erste Alterstraumatologische Fachsymposium des Evangelischen Verbunds Augusta Ruhr (EVA Ruhr) gewidmet. Unter dem Motto „Mobilitätserhalt im Alter – Keep them going“ waren zahlreiche Fachkräfte aus Medizin, Pflege und Therapie zusammengekommen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Versorgung älterer Patientinnen und Patienten auszutauschen.

Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen gaben fundierte Einblicke in zentrale Themen der Alterstraumatologie. Den Auftakt machte Prof. Dr. med. Burkhard L. Herrmann, Endokrinologe und Osteologe, der die neue DVO-Leitlinie zur Osteoporose-Therapie vorstellte und deren Bedeutung für die klinische Praxis erläuterte. Anschließend zeigte Meinolf Vöge, Delirbeauftragter am EvK Herne, welche Möglichkeiten der nicht-medikamentösen Delirprophylaxe im Klinikalltag bestehen. Christos Zioumpiloudis, Oberarzt der Geriatrie am EvK Witten, betonte in seinem Vortrag die zentrale Rolle von Ernährung und ausreichender Hydrierung für die Genesung und Mobilität älterer Menschen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Erhalt von Muskelkraft und Beweglichkeit bei Sarkopenie – ein entscheidender Faktor für Selbstständigkeit im Alter. Dieses Thema stellte Dr. Florian Hanakam, Leiter des Zentrums für Diagnostik und Intervention im Sport an der Ruhr-Universität Bochum, vor. Den Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Sarah Götz, Oberärztin der Unfallchirurgie am EvK Herne, die die Lernkurve der Unfallchirurgie im Umgang mit geriatrischen Patientinnen und Patienten beleuchtete und die Notwendigkeit spezialisierter unfallchirurgischer Strategien hervorhob.

Das Symposium machte deutlich, wie wichtig eine enge multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Alterstraumatologie ist, um die Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig zu sichern. Aus diesem Grund sind auch im kommenden Jahr Fachveranstaltungen innerhalb des EVA Ruhr im Rahmen dieser Reihe vorgesehen. Zum EVA Ruhr gehören unter anderem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne, Herne-Eickel und Witten.

 

  • Fachlicher Austausch beim 1. Alterstraumatologischen Fachsymposium des EVA Ruhr mit den Referenten (von links) Prof. Dr. med. Burkhard L. Herrmann, Meinolf Vöge, Dr. Sarah Götz, Christos Zioumpiloudis und Dr. Guido Rölleke. FOTO: EVA RUHR