Zur Erinnerung Stullen wie bei Muttern

Zur Erinnerung Stullen wie bei Muttern

Am „Muttertag zwischen Himmel und Erde“ konnten Trauernde auf dem Ickerner Friedhof ihrer Mütter gedenken.

Castrop-Rauxel. Oft sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die Erinnerungen hervorrufen. „Aber die Butter bis ganz an den Rand und die Marmelade auch; so hat meine Mutter das auch immer gemacht.“ Beispielhaft steht dafür diese Aussage einer Frau, der Ehrenamtliche der Kirchengemeinde Castrop-Rauxel-Nord ein Schnittchen schmierten. Stullen wie von Muttern, mit Schmalz oder mit Butter und Marmelade essen und dabei ins Erzählen kommen – darum ging es am Muttertag auf dem Ickerner Friedhof am Muttertag. 

„Muttertag zwischen Himmel und Erde“ – unter diesem Titel stand die Aktion der Kirchengemeinde Castrop-Rauxel-Nord am 10. Mai. Pfarrer Sven Teschner, Diakon Robin Auverkamp und Ehrenamtliche der Gemeinde sowie Superintendentin Claudia Reifenberger waren vor Ort, um den Trauernden mit Worten oder Stille einen Raum für persönliche Gedanken und Erinnerungen zu schaffen. 

Trauernde bekamen eine Rose fürs Grab und konnten Erinnerungen mit bunter Kreide auf eine Tafel schreiben. Das Lieblingslied der Mutter spielte ihnen Helmut Grolman auf der Geige am Grab oder der St. Paul‘s Choir unter Leitung von Michael (Dirigat) und Sonja Heese (Klavier) sang es vor der Trauerhalle. Für zu Hause konnten sie mit der Ehrenamtlichen Anna Hain ein Erinnerungsglas gestalten – oder einfach nur zuhören, das schöne Wetter genießen und Zeit in der Gemeinschaft verbringen, einen Cappuccino trinken und gesegnet nach Hause gehen.

Beim „Muttertag zwischen Himmel und Erde“ kam erstmals ein Mini-Foodtruck des Kirchenkreises Herne zum Einsatz. Dieses kleine Gefährt wird zukünftig immer wieder in Castrop-Rauxel, Herne oder Wanne-Eickel zum Einsatz kommen. Nicht nur Kaffee und Gebäck soll es dann hier geben, sondern auch Gespräche oder Segen. Superintendentin Claudia Reifenberger hatte die Idee, „damit wir als Evangelische Kirche überall da präsent sein können, wo was los ist.“ Gemeinden können sich das rote Fahrzeug mit dem Aufdruck „Kaffee und Segen“ ebenso ausleihen wie die Fachbereiche des Kirchenkreises. AR

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