Schriftsteller spendet für die Palliativstation

Schriftsteller spendet für die Palliativstation

An seinem 85. Geburtstag verzichtete Volker W. Degener auf Geschenke und sammelte 1045 Euro für die Begleitung von Menschen am Ende des Lebens

Herne. „Mit 85 Jahren hat man ja eigentlich alles, was man braucht.“ Mit diesen Worten hat der bekannte Herner Schriftsteller Volker W. Degener bewiese, dass das größte Geschenk oft darin besteht, anderen zu helfen. Anlässlich seines „halbrunden“ Geburtstages verzichtete er auf Präsente und bat seine Gäste um eine Gabe für den guten Zweck. So kamen 1045 Euro für die Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne zusammen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Helga Ziemann übergab der Autor persönlich eine gut gefüllte Spendenbox an Dr. Barbara Lubenow, Leiterin des Palliativzentrums, und an den Beiratsvorsitzenden des Fördervereins, Pfarrer i.R. Walter Tschirch. Der ehemalige 1. Hauptkommissar beim Polizeipräsidium Bochum ist nach langjähriger Tätigkeit im WDR-Rundfunkrat und im ARD-Programmrat nach wie vor in einer Arbeitsgruppe des WDR und im Landesvorstand des NRW-Schriftstellerverbandes engagiert. 

Für ihn ist die Aktion eine Herzensangelegenheit: „Mein Wunsch war es, dass die Geburtstagsspende einer Einrichtung in meiner Heimatstadt zugutekommt. Mit 85 Jahren macht man sich schon so seine Gedanken, welcher Zweck der richtige sein könnte. Deshalb habe ich mich bewusst für die Palliativstation entschieden.“ 

Die Spendenübergabe nutzten die Gäste für einen intensiven Austausch mit dem Team. Dabei betonte die Palliativmedizinerin Dr. Barbara Lubenow die Wirkung solcher Gesten auf die tägliche Arbeit: „Jede Spende schenkt uns die Möglichkeit, den Aufenthalt unserer unheilbar kranken Patienten in schwerer Zeit über die medizinische Versorgung hinaus angenehmer und entspannter zu gestalten.“ Auch Walter Tschirch dankte dem Jubilar herzlich: „Eine solche Spende bedeutet uns viel“, sagte er. „Sie zeigt, wie stark der Zusammenhalt und das Mitgefühl in der Herner Stadtgesellschaft verankert sind.“
 

 

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