Herne. Mit Katja Meschkat und Susanne Totzek haben in diesem Sommer zwei Mitarbeiterinnen der gemeinsamen Verwaltung der Kirchenkreise Gelsenkirchen und Wattenscheid und Herne im Kreiskirchenamts an der Emscher ihr 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Susanne Totzek hat nach ihrem Abitur 1986 beim Kirchenkreis Herne ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellte begonnen. Der damalige Verwaltungsleiter Winfried Heusner war ihr erster Chef. Später absolvierte sie noch den zweiten Verwaltungslehrgang und ließ sich zur EKD-Bilanzbuchhalterin weiterbilden.
Bis auf zwei kürzere Abstellungen in die Mediothek zur Unterstützung des damaligen Schulreferenten Christian Gauer und ins Jugendreferat – damals unter der Leitung von Pfarrer Hans-Jürgen Jaworski – arbeitet Susanne Totzek bis heute in der Finanzabteilung. Mit Zahlen sei sie schon immer gerne umgegangen. „Als kleines Kind wollte ich zur Post, später war Mathe war mein Lieblingsfach in der Schule“, so die 59-Jährige. 2019 übernahm Totzek die Leitung der Finanzabteilung im Kirchenkreis Herne, 2025 im Kreiskirchenamt an der Emscher.
In den 40 Jahren ihres Dienstes habe sich naturgemäß vieles verändert. „Die fortschreitende Digitalisierung ist da vor allem zu nennen“, so Totzek. „Als ich angefangen habe, haben wir Massenüberweisungen auf Floppy-Disks abgespeichert und per Post zur KD-Bank geschickt.“ Große Veränderungen waren auch der Wechsel von kameraler zur kaufmännischen Buchhaltung, bei der nicht nur Beträge, sondern auch unbewegliche Vermögensgegenstände wie Kirchen oder Gemeindehäuser betrachtet werden, sowie die Zusammenlegung der Verwaltungen der Kirchenkreise Gelsenkirchen und Wattenscheid und Herne. Nach dem Umzug ins Kirchenkreis an der Emscher im Gelsenkirchener Nordsternpark traf sie hier wieder mit Katja Meschkat zusammen, mit der sie in einem Ausbildungsjahrgang gewesen war.
„Dabei hatte ich schon einen Vertrag bei Siemens in Gladbeck unterschrieben, wo eine Ausbildung zur Werkzeugmacherin machen wollte“, erinnert sich Meschkat. Aber da war Robert Schwager vor: Auf Vermittlung des damaligen stellvertretenden Verwaltungsleiters des Kirchenkreises Gelsenkirchen machte sie hier ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, nach deren Ende sie den zweiten Verwaltungslehrgang anschloss. Anschließend hat Katja Meschkat verschiedene kirchliche Handlungsfelder kennengelernt – sie hat im Ökumenereferat, im Jugendreferat und im Frauenreferat gearbeitet, bevor sie über die Personalabteilung schließlich in der Liegenschaftsabteilung ihren Platz gefunden hat. „Die Arbeit hier macht mir Spaß – nicht zuletzt, weil ich wegen der Außentermine zwischendurch rauskomme und ich hier viel mit Menschen zu tun habe,“ sagt die 60-Jährige.
Katja Meschkat hat zwei erwachsene Töchter. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um Haus und Garten. „Derzeit müssen die Türen gestrichen werden“, sagt sie. „Aber ich mache das gerne; ich bin so eine Art Bob der Baumeister – es gibt immer was zu tun.“ Und wenn nicht, ist sie gerne auf Reisen. Susanne Totzek ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und seit dem 4. Juli ein Enkelkind. Neben ihrer Familie beschäftigt sie sich gerne mit Gartenarbeit oder entspannt sich bei einem guten Kriminalroman. AR