Staffelübergabe in der Klinikseelsorge

Staffelübergabe in der Klinikseelsorge

Diakon Oliver Rausch übernimmt den Dienst als Seelsorger im Evangelischen Krankenhaus Herne als Nachfolger von Pfarrer Ulrich Knudsen

Herne. Die letzten zweieinhalb Jahre seines Dienstes hat Pfarrer Ulrich Knudsen als Klinikseelsorger im Evangelischen Krankenhaus Herne und in der Evangelischen Beratungsstelle für Ehe- und Lebensfragen versehen – bis er Ende Juli in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet wurde. „Ich war gerne hier und werde die Arbeit auch vermissen, bin aber sehr froh, dass es mit der Seelsorge weitergeht und das Haus mit der Besetzung einer ganzen Stelle ein Zeichen setzt.“ Diese Stelle hat Oliver Rausch Anfang August angetreten. Er ist nun nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Haupt- und Ehrenamtlichen im Hause ansprechbar.

Der 48-jährige gebürtige Wuppertaler bringt für seine neue Arbeit vielfältige Kompetenzen und jede Menge Berufserfahrung mit: Zunächst hat er eine Ausbildung als Raumausstatter absolviert, bevor der Zivildienst in der Kirchengemeinde Wuppertal-Cronenberg sein Interesse an der Arbeit mit Menschen weckte. So folgten in der Kreuznacher Diakonie die Diakonenausbildung und die Ausbildung zum Erzieher mit sonderpädagogischem Schwerpunkt sowie später – berufsbegleitend – das Studium Soziale Arbeit in Koblenz, ein Kolloquium „Gemeindepädagogik“ in Bielefeld sowie Prädikantenausbildung und Absolvierung des Kurses „Klinische Seelsorge“ in Villigst. 

Gearbeitet hat Rausch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, hier auch als Teamleiter oder Einrichtungsleiter. Zuletzt – seit 2021 – war Oliver Rausch als Diakon Mitglied des interprofessionellen Pastoralteams der Kirchengemeinde Altenbochum-Laer. Auf die Stelle im Evangelischen Krankenhaus hat er sich beworben, „weil ich hier Menschen mit vielfältigen Lebensgeschichten begleiten kann.“ In den ersten Wochen habe er gespürt, dass er willkommen sei – bei den Patienten ebenso wie beim haupt- und ehrenamtlichen Personal. „Ich erlebe bei allen eine große Offenheit, die mir den Einstieg sehr erleichtert“, so Rausch, der derzeit viel im Haus unterwegs ist, um alle Abteilungen und Mitarbeitenden sowie deren Bedürfnisse kennenzulernen. 

Oliver Rausch lebt in Sprockhövel; er ist verheiratet und Vater von drei schulpflichtigen Kindern. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, gerne ist er im heimischen Garten oder mit dem (Renn-)Rad unterwegs.

Mehr freie Zeit hat Ulrich Knudsen nun für seine Familie (er ist verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder), für Radtouren, Museumsbesuche oder Reisen mit dem Wohnmobil, obwohl er dem Kirchenkreis als Seelsorger erhalten bleibt. So wird er als geringfügig Beschäftigter seiner Tätigkeit in der Beratungsstelle weiter nachgehen. Außerdem wird er als Supervisor im Dienst der Landeskirche und als Ausbilder von Mitarbeitenden der Telefonseelsorge aktiv bleiben. 

Im Rückblick auf seine Tätigkeit im EvK Herne empfindet Knudsen vor allem Dankbarkeit. „Nach einer schweren Erkrankung und einer dadurch bedingten längeren Auszeit während meines Dienstes als Diakoniepfarrer im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid habe ich nach meinem Wechsel nach Herne hier ein Umfeld vorgefunden, in dem ich mich und meine seelsorgerischen Fähigkeiten entfalten konnte“, sagte er. AR

Weitere Nachrichten

Staffelübergabe in der Klinikseelsorge

Schon gemeinsam in der Ausbildung

Zum 70. Geburtstag ein Geschenk für andere