Herne. Es gibt nur wenige deutsche Schriftsteller, deren Werk so eng mit Musik verbunden ist wie dasjenige Thomas Manns. Diesem großen deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur, seiner Beziehung zur Musik und der Rolle der Musik in seinem Werk war ein musikalisch-literarischer Vortrag am Freitag, den 10. Juli um 19 Uhr in der Kreuzkirche am Europaplatz in Herne-Mitte gewidmet. Der Vortrag fand statt im Rahmen der Ausstellung „LichTraum 2026“, in der noch bis zum 19. Juli Kunstwerke von Ludger Hinse in zwölf Kirchen in Herne und Wanne-Eickel gezeigt werden, wozu auch das Lichtkreuz in der Herner Kreuzkirche gehört.
Die ehemalige Gymnasiallehrerin Anne Kaiser aus Essen stellte Thomas Mann als Musikliebhaber von Jugend an vor und zeigte kenntnisreich die vielfältigen Bezüge zwischen der Musik und der Novelle „Wälsungenblut“ sowie den Romanen „Buddenbrooks“ und „Der Zauberberg“ auf. Am Flügel verdeutlichte Marielen Laufenberg-Simmler aus Bochum, ebenfalls Gymnasiallehrerin im Ruhestand, die Ausführungen durch Werke von Richard Wagner, Ludwig van Beethoven und Frederic Chopin. Einen stimmungsvollen Rahmen gab sie der Veranstaltung durch Klavierwerke von Robert Schumann und Franz Schubert.
Die zahlreich erschienenen Zuhörer dankten den beiden Vortragenden durch lang anhaltenden Applaus. K-J.G.