Herne. Mit dem Jahresthema der Frauenhilfe „Von Hoffnung getragen. In die Zukunft gehen“ hat der Stadtverband der Frauenhilfen in Herne am Sonntag Judika einen Passionsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp gefeiert. Zu Beginn forderte Leiterin Irmhild Hartmann die Gottesdienstgemeinde auf, in den Kanon „Viel Glück und viel Segen“ einzustimmen. Denn vor genau 120 Jahren, am 17. März 1906, war die Westfälische Frauenhilfe in Witten gegründet worden. „Ein Datum, von dem bis heute Hoffnung und Segen für die Arbeit in den evangelischen Gemeinden Westfalens ausgeht“, so Hartmann.
Frauen aus den Frauenhilfen des Herner Stadtverbandes trugen Zeugnisse der leitenden Frauen seit dem Ende des 2. Weltkriegs vor: Else Smend, Elisabeth von Chappuis und Erika Stratmann waren bis 1987 die ersten, die in der Nachkriegszeit das diakonische und geistliche Profil der Frauenhilfe mit den zahllosen engagierten Gemeindefrauen ins Werk gesetzt hatten. Sie haben mit ihren Nachfolgerinnen dafür gesorgt, dass die Frauenhilfe bis heute wesentlich zur Gestaltung kirchlicher und diakonischer Arbeit beiträgt.
In seiner Predigt stellte Pfarrer Björn Knemeyer die Gemeindefrau Tabita aus Joppe vor, von der die Apostelgeschichte im 9. Kapitel erzählt. Sie war als Jüngerin der frühen Christenheit intensiv diakonisch tätig. Der Apostel Petrus machte sich auf den Weg zu ihr, als sie schwer krank wurde und starb. Petrus betete für sie und auf wunderbare Weise kehrte das Leben in sie zurück. Für die frühe Christenheit bedeutete das: Das Tun des Guten soll nicht aufhören. Wie Tabita von ihrem Krankenlager aufstand, sollen auch wir heute den Ruf Gottes hören, aufstehen und in die Zukunft gehen. HHB
- Sie liehen den Frauenhilfsvorsitzenden seit 1947 ihre Stimme: Heidi Zebrowski, Irmhild Hartmann, Anne Schierbaum, Karin Czwikla und Margit Übler.
- Zum Dank für die Gestaltung des Passionsgottesdienstes am Sonntag Judika verteilte Pfarrer Björn Knemeyer Blumen an die beteiligten Frauen und die Kirchenmusikerin Kerstin Heppener.
- Die Fürbitten des Frauenhilfsgottesdienstes standen im Zeichen des Dankes für die Treue und Beständigkeit der Evangelischen Frauenhilfe. FOTOS: BASTERT