Stiftung sorgt für Zugang zu sauberem Trinkwasser

Stiftung sorgt für Zugang zu sauberem Trinkwasser

Der Vortrag „Wasser ist Leben – Wasser ist Würde“ im Rahmen der Fairen Woche 2026 informierte über Brunnenbauprojekte der well:fair foundation in Ostafrika

Herne. 696 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. 2012 hat der ehemalige Fußballprofi Neven Subotic die well:fair foundation gegründet, um die Installation von Wasser- und Sanitäranlagen in ländlichen Regionen Ostafrikas zu unterstützen. Dank der Stiftungsarbeit haben bisher bereits mehr als 600000 Menschen einen langfristigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung erhalten. Am 16. September informierten Marvin Schubert und Carsten Fürst in der Kulturküche Herne, wie die Stiftung Menschen Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen verschafft. Nicole Marek, Mitglied in der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Herne hatte die Veranstaltung vorbereitet und führte durch den Abend.

Die beiden Referenten engagieren sich ehrenamtlich als Botschafter für die Stiftung und waren beide 2025 in Ostafrika, um sich vor Ort ein Bild von der Wasserproblematik und der Arbeit der Stiftung zu machen. Beeindruckt hatte sie, dass in den ländlichen Regionen Kenias und Tansanias insbesondere Frauen und Kinder für die Wasserversorgung verantwortlich sind. Sie müssen durchschnittlich sechs Kilometer am Tag zu Fuß zurücklegen und dabei einen 20-Liter-Kanister voll Wasser schleppen. „Weltweit verbringen Frauen 16 Millionen Stunden am Tag mit Wasserholen“, so die Referenten. „Das verringert ihre Bildungschancen und die Teilhabe am Arbeitsmarkt.“

Während Ihrer Reise hatten Schubert und Fürst die Möglichkeit, Dörfer zu besuchen, die noch ohne Brunnen auskommen müssen, Dörfer wo der Brunnen gebohrt wurde und Dörfer, die bereits über einen Brunnen und Sanitäranlagen verfügten. Ein besonderer Moment war jeweils das so genannte Flushing (Spülung) – im Brunnenbau ein entscheidender Schritt nach dem Bohrprozess. Dabei wird ein Rohr oder ein Schlauch in das Bohrloch eingeführt und mit Hochdruck (oft über einen Kompressor oder Spülpumpen) Wasser oder Luft durchgepumpt. „Die Dorfgemeinschaften feiern anlässlich dieses lange erwarteten Zugangs zu sauberem Trinkwasser ein Fest mit überschäumender Freude“, berichteten Fürst und Schubert, was sie mit beeindruckenden Fotoaufnahmen belegten.

Interessant ist auch das Finanzierungsmodell der Stiftung. Die fixen Kosten wie beispielsweise für Personal oder Büromiete werden über so genannte CSR-Partnerschaften von Unternehmen getragen. So kommen Spenden zu 100 Prozent den Projekten in Afrika zugute. Auch die beiden Referenten kamen über Ihren Arbeitgeber, eine Versicherung, in Kontakt mit der Stiftung.

Die Fachstelle Eine Welt des Kirchenkreises Herne unterstützte die Veranstaltung im Rahmen der Fairen Woche 2026. Weitere Informationen zur Stiftung gibt es im Internet unter https://wellfair.ngo/. MH

 

 

 

 

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