Neue Impulse durch interkontinentale Kooperation

Neue Impulse durch interkontinentale Kooperation

Globale Vernetzung in der Viszeralchirurgie zwischen den Evangelischen Krankenhäuser Herne und Gelsenkirchen und Lima

 

Gelsenkirchen. Herne. Lima. 11000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Ruhrgebiet und Lima – und doch gibt es eine enge Verbindung zu dem südamerikanischen Land: Die Viszeralchirurgie der Evangelische Krankenhäuser Herne und Gelsenkirchen hat eine Kooperation mit der in Lima geschlossen. 

„Alles begann 2025 mit einer ungewöhnlichen Geschichte in Warnemünde im Rahmen des praktischen Weiterbildungskurses für Viszeralchirurgie“, erinnert sich Professor Dr. Chris Braumann, Chirurgischer Direktor in den EvKs in Herne und Gelsenkirchen. Dort lernte Braumann zusammen mit weiteren deutschen Kollegen Dr. Alfredo Mares kennen. Der ist in seiner peruanischen Heimat ein renommierter Viszeralchirurg, Spezieller Viszeralchirurg sowie Spezialist für minimalinvasive Chirurgie und Robotik. Schon sein Vater zählte zu den herausragenden Chirurgen Perus. Im gemeinsamen Austausch entstand schnell die Idee, in Lima ein Symposium mit peruanischen Gastroenterologen und Viszeralchirurgen auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig begannen Planungen, die beiden peruanischen Fachgesellschaften analog zum deutschen Modell der Viszeralmedizin sinnvoll miteinander zu verbinden. 

Bei seinem Besuch in Lima im März dieses Jahres feilten Prof. Dr. Braumann und Dr. Mares nun weiter an den gemeinsamen Vorhaben, die schon im November erste Früchte tragen sollen: Dann ist in Lima ein viszeralmedizinischer Facharztvorbereitungskurs unter Leitung von Prof. Dr. Heinz Buhr, ehemaliger Präsident der Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, geplant. Ebenso ist ein Treffen mit führenden Vertretern der Gastroenterologie in Peru angedacht. „Perspektivisch planen wir zudem einen Kongress unter Beteiligung von Teilnehmenden der Mayo Clinic in den USA“, verrät Chris Braumann. 

Seinen Besuch in Peru nutze der Chirurgische Direktor auch, um sich in zwei Krankenhäusern die Arbeitsweise der südamerikanischen Kolleginnen und Kollegen anzuschauen: Er lernte im Dry Lab ein neuartiges robotisches System kennen und bekam praktische Einblicke in die dort angebotene chinesische Robotik. „Der Markt entwickelt sich in diesem Bereich mit großer Dynamik und wächst unaufhaltsam“, weiß Prof. Dr. Braumann.  Dankbar für die Einblicke, ist demnächst auch ein Gegenbesuch von Dr. Alfredo Mares in Deutschland geplant, um ihm die beiden Robotik-Systeme Da Vinci und HUGO-RAS vorzustellen, die im EvK Herne zum Einsatz kommen.

Die gemeinsamen Arbeitstage in Lima seien „intensiv und fordernd, zugleich aber außerordentlich motivierend gewesen“, sagt Chris Braumann rückblickend – und freut sich schon auf die neuen Impulse, die die Chirurgie durch diese weltweite Vernetzung künftig erhält.

Das peruanische Team um Dr. Alfredo Mares freut sich auf die Impulse, die die Chirurgie durch die weltweite Vernetzung erfährt. FOTO: PRIVAT

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