Herne. Mit allen Sinnen haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b der Josefschule vor den Sommerferien die Natur im Stadtwald hinter dem Heimatmuseum an der Unser-Fritz-Straße kennengelernt. Im Rahmen eines von Ruhrwerk e.V. aus Spendenmitteln unterstützten Naturprojekts erkundeten sie mit der Naturpädagogin und Schulwanderführerin Janina Peitz an jeweils zwei Tagen klassenweise ihre grüne Umwelt. Die Idee zum Projekt hatte Konrektorin Janine Cheruthottunkal, die den Verein um Unterstützung bei der Finanzierung gebeten hatte.
Die Kinder beobachteten Pflanzen und Tiere, erforschten und entdeckten Zusammenhänge. Vor der Erkundung hatten die Lehrkräfte die Inhalte im Unterricht vorbereitet. Nach der Exkursion wurden die gewonnenen Erkenntnisse im Sachunterricht weiter vertieft und mit den Unterrichtsinhalten verknüpft.
Für Ruhrwerk e.V. war schnell klar, die Kosten zu übernehmen. Die Josefschule an der Stöckstraße in Wanne-Eickel ist eine Gemeinschaftsgrundschule mit großer kultureller Vielfalt. Das Kollegium besteht aus 15 Lehrerinnen und Lehrern. Sie werden im Schulalltag von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, sozialpädagogischen Fachkräften, einer Schulsozialarbeiterin und einer Alltagshelferin unterstützt. Die Grundschule bietet Unterricht in den Herkunftssprachen Türkisch und Arabisch an, außerdem syrisch-orthodoxen Religionsunterricht sowie die Begleitung von Familien durch eine rumänisch-sprachige Familienbegleiterin.
„Nicht jedes Kind hat die Möglichkeit, Natur bewusst zu erleben und eigene Entdeckungen zu machen,“ begründete Ruhrwerk-Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof die Entscheidung des Vereins, die Unterstützung des Projekts zu übernehmen. „Gerade in einer so dicht bebauten Region wie dem Ruhrgebiet sind unmittelbare Naturerlebnisse für viele Kinder nicht selbstverständlich. Solche Erfahrungen sind unglaublich wertvoll.“ Konrektorin Janine Cheruthottunkal freute sich über die Unterstützung: „Unsere Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie Dinge selbst erleben und entdecken können. Das Naturprojekt hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Neugier geweckt, das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und viele schöne Erinnerungen geschaffen. Ohne die Unterstützung von Ruhrwerk wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen.“