Herne.In der gut gefüllten Herner Kreuzkirche war am 23. September mal wieder die Konzertreihe Klangkosmos Weltmusik zu Gast. Dieses Mal gab es Folkmusik aus Großbritannien zu hören, vorzüglich vorgetragen von den beiden Schwestern Rowan und Anna Rheingans. Als „The Rheingans-Sisters“ zählen sie zu den herausragenden Stimmen des zeitgenössischen britischen Folk. Sie verbinden musikalische Traditionen aus Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und Nordamerika mit kreativen Arrangements, exquisitem Harmoniegesang und einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift.
Die beiden Schwestern beherrschen die unterschiedlichsten Instrumente. Anna spielt z.B. Fiddle, Banjo sowie das Tamburin à cordes und die Flabuta, Besonders das gekonnte Spiel auf der Kastenzither Tambourin à cordes und die Einhand-Flöte Flabuta hinterließen großen Eindruck beim Herner Publikum. Beides sind zwei alte okzitanische Volksinstrumente. Die schmale, 80-90 cm lange und aus Holz gefertigte Kastenzither hat drei bis acht Saiten, die mit einem Schlägel geschlagen werden. Traditionell wird das Tambourin à cordes gleichzeitig mit der Einhandflöte Flabuta gespielt, was einiges an Koordination erfordert.
Ein Großteil ihres Repertoires sind Eigenkompositionen oder neu arrangierte traditionelle Volksmusikstücke. Beeindruckend ist auch der Harmoniegesang der beiden Schwestern, die unverstärkt die Akustik der Kreuzkirche nutzten und klanglich füllten. Am Ende war das Publikum begeistert und verabschiedete das Duo mit langanhaltendem Beifall.
Das Konzert war auch Teil der Fairen Woche 2026. Der Weltladen Esperanza war mit einer Auswahl fair gehandelter Produkte vor Ort und schenkte Getränke aus. Veranstalter war die Fachstelle Eine Welt des Kirchenkreises Herne in Kooperation mit der Jebram/ Weihrauch Gbr und der Kirchengemeinde Haranni. MH