Ein Wort zum Sonntag

Die Liebe hört niemals auf.
1. Korinther 13, 8

Die unendliche Liebes-Geschichte
Jedes Mal wenn ich sie gesehen habe, hat es mich angerührt: zwei Menschen, miteinander alt geworden, gingen Hand in Hand spazieren. Das 50. und 60. Ehejubiläum habe ich mit ihnen gefeiert. Als der  Ehemann starb bat mich seine Frau über ihren Trauspruch zu predigen: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist größte unter ihnen.“ - Was ich lange nicht verstanden hatte, wurde mir bei der Vorbereitung auf die Traueransprache klar: die Liebe ist deshalb größer als Glaube und Hoffnung, weil Liebe niemals aufhört. Es kommt die Zeit in Gottes Reich, wo Glaube und Hoffnung ein Ende haben. Wir sehen, was wir geglaubt haben und unsere Hoffnung ist erfüllt. Nur die Liebe bleibt. Gottes Liebe umgibt und hält uns, jetzt und in alle Ewigkeit.

Wir müssen uns bewusst sein, dass wir für etwas Großes geschaffen sind, nicht dafür, akademische Grade und Titel zu erwerben oder diese oder jene Arbeit zu tun. Wir sind geschaffen, um zu lieben und geliebt zu werden.
Mutter Teresa

Eckhard Cramer,

Pfarrer der Ev. Stephanus-Kirchengemeinde Holsterhausen