Gäste aus Bukavu zu Besuch im Kirchenkreis Herne

Eine vierköpfige Delegation aus Bukavu hat drei Wochen lang den Ev. Kirchenkreis Herne besucht. Wir berichten über einige Begegnungen und Stationen.

Ankunft der Delegation Bukavu in Düsseldorf.

Am Flughafen war die Welt noch in Ordnung. Superintendent Reiner Rimkus begrüßte zusammen mit dem Leiter des Eine Welt Zentrums, Martin Domke und der Vorsitzenden des Partnerschaftsausschusses, Petra Stach-Wittekind die Gäste. Ein großes Schild lenkte die Aufmerksamkeit der Fluggäste auf den ankommenden hohen Besuch. Das Wetter gab alles: Sonne zur Ankunft, zuweilen leicht bewölkt, 22 Grad. Also nicht viel anders als in Bukavu.

Nur einen Tag später erreichte das Thermometer die 10° Hürde nur noch mit Mühe. Die Gäste ließen es sich nicht anmerken, dass ihnen doch ab und zu kalt wurde. Eine Jacke wurde zwar ohne Euphorie, aber dennoch dankbar angenommen.

Empfang im Eine Welt Zentrum.

In einer kleinen Rede beim gemeinsamen Mittagessen stellte Superintendent Rimkus die Bedeutung der gegenseitigen Besuche heraus. Er habe selbst durch einen solchen Besuch in Bukavu eine neue Sicht auf die Partnerschaftsarbeit bekommen. Die regelmäßigen Kontakte mit Bukavu haben viel Vertrauen entstehen lassen, deshalb freue man sich besonders auf die drei Wochen mit der Delegation aus der ostkongolesischen Provinzhauptstadt.

Der leitende Pfarrer aus Bukavu, Pastor Kabamba Ruguduka, dankte für die jahrzehntelange Solidarität besonders durch die regelmäßigen Besuche in den vergangenen Jahren. „Wir haben durch die häufige Anwesenheit von Menschen aus Herne immer zu spüren bekommen, dass wir in der ganzen Krise nicht allein gelassen sind. Das ist wichtiger als die finanzielle Hilfe, mit der wir auch so viel erreichen konnten.“

Empfang an der Johannes Rau Realschule.

Von Anfang an wartete ein umfangreiches Programm auf die Gruppe aus  Bukavu. Der Ausschuss für Partnerschaft begrüßte sie noch am Nachmittag im Eine Welt Zentrum und präsentierte das geplante Programm. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Bildungsarbeit und die Rolle der Kirche darin. Die Gäste konnten fast alle Schulformen besuchen. Micaela Röse und Fachleiterin Elisabeth Weyen stellten jeweils ausführlich die jeweiligen Konzepte der Bildungsarbeit in Deutschland vor. 

Führung durch die Schule. FOTOS: EWZ

Als erste Schule war die Johannes Rau Realschule in Castrop-Rauxel an der Reihe. Dort gab es einen besonders herzlichen Empfang. Die Afrika-Gruppe der Schule hatte ein großes Frühstück vorbereitet, wie für Ehrengäste. Eine Führung durch die verschiedenen Fachbereiche und natürlich Unterrichtsbesuche in verschiedenen Klassen schlossen sich an. „Was uns besonders auffällt: Die Kinder können so viel sehen und experimentieren, da geht Lernen viel leichter als nur mit Büchern“, so das Resümee der Lehrerinnen aus Bukavu. Am Ende gab es eine herzliche Einladung nach Bukavu durch Pastor Kabamba. Zwei Lehrerinnen zeigten sich durchaus interessiert. MD