Offenes Bein ist eine Erkrankung der Zukunft
3. Wundforum Herne | Castrop-Rauxel findet am 29. August in der Akademie Mont Cenis statt
Die Schätzungen sind nur grob, doch die Tendenz ist erschreckend: Zwischen 1,5 und 4 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einem offenen Bein. Da diese Erkrankung vornehmlich bei älteren Menschen auftritt, fürchten Experten vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in der Gesellschaft eine hohe Zuwachsrate. Das 3. Wundforum Herne | Castrop-Rauxel bringt am 29. August um 12.30 Uhr alle Fachleute zusammen, um nicht nur wichtige Erkenntnisse für die Behandlung der Erkrankung zu bieten, sondern auch eine Vernetzung von stationärer und ambulanter Wundversorgung zu bewirken.
Für den Betroffenen bedeutet ein offenes Bein häufig eine Verminderung der Lebensqualität bedingt durch Schmerzen, abnehmende Mobilität und funktionelle Beschwerden. Zu einer starken psychischen Belastung führen die langwierige Behandlung, die aufwendige Versorgung und die hohe Rückfallrate. Denn Patienten deren offenes Bein auf eine Erkrankung der Venen zurückzuführen ist, müssen ein Leben lang Tag für Tag Kompressionsstrümpfe tragen, die vor allem bei hohen Temperaturen zu einer Qual werden können. Unerlässlich ist auch eine sorgfältige Pflege der Haut, die an den Beinen der Betroffenen überaus anspruchsvoll ist. Aber auch eine Durchblutungsstörung kann Ursache eines offenen Beins sein und bedarf der Diagnostik und Therapie durch Spezialisten.
Patienten mit einem offenen Bein benötigen eine umfassende Betreuung. Diese schließt neben einer kompetenten stationären Versorgung im Krankenhaus eine konsequente Weiterbetreuung durch den niedergelassenen Arzt bzw. durch ambulante Pflegedienste mit ein. Hier ist es wichtig, dass der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Beteiligten so optimal wie möglich verläuft. Deshalb ist auch ein Ziel des Wundforums, den Netzwerkgedanken zu betonen und eine Plattform für entsprechende Kontakte zu bieten.
Geleitet wird die Veranstaltung von Dr. Shoaeddin Damirchi, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne und Vorsitzender der Wundkommission der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel. Die Referenten setzen sich mit den verschiedenen Erkrankungsformen des offenen Beins auseinander und stellen den optimalen Verlauf einer Wundbehandlung aus der Sicht des Krankenhauses und aus Sicht der Hausärzte dar.
Kontakt: Chefarzt Dr. Shoaeddin Damirchi, EvK Herne, Fon 02323.498-2027, Zentrales Wundmanagement, Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel, Fon 0173.7389690


