Koreaner ersehnen Einheit

Bei einem Lichtergang im Gottesdienst setzten Gottesdienstbesucher im Altarraum der Matthäuskirche brennende Talglichter zu einem symbolischen Weg zu den Zielen der ACK zusammen. FOTO: FW SIEPMANN
HERNE – Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, auf Bundesebene vor 61, im Kirchenkreis Herne seit 13 Jahren bestehend, wird möglicherweise statt bisher drei bald sechs ständige Mitglieder zählen. Denn neben Protestanten, Katholiken und Syrisch-Orthodoxen bekunden Evangelisch-Lutherische Kreuzgemeinde (SELK), Lifeline-Adventisten-Gemeinde und Christengemeinde Elim Interesse an einer ACK-Mitarbeit. So hießen Pfarrer Dirk Salewski als Hausherr und Pfarrer Ludger Plümpe von der Katholischen Herz-Jesu-Kirchengemeinde Herne-Süd deren Vertreter Pfarrer Bernd Reitmayer (SELK), Alexander Kampmann (Lifeline) und Marc Strunk (Elim) beim Neujahrsempfang im Matthäuszentrum Baukau als Gäste willkommen.
Bei einem vorausgegangenen Ökumenischen Gottesdienst hatte Pfarrer Salewski Won in Di Lorenzo von der Koreanischen Gemeinde Essen als Predigerin willkommen geheißen. Die deutschbürtige Koreanerin verwies auf eine 5000-jährige Geschichte ihrer Heimat und wünschte sich sehnlichst eine Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten, berichtete von Bemühungen koreanischer Christen sowohl im sozialistischen Norden als im demokratischen Süden um Einheit auf einer Erde, die das Wasser des Heiligen Geistes benötige. Sie wird das Ergebnis einer Kollekte an die Caritas in Soeul mit der Bitte weiterleiten, es für Not leidende nordkoreanische Kinder zu verwenden. In dem Gottesdienst beteiligten sich die Besucher an einem Lichtergang. Sie setzten brennende Lichter im Altarraum an einem Holzblock nieder, formten daraus einen Pfad zu dem Symbol der ACK-Ideale. Der Chor Cantiamo unter der Leitung von Peter Hünnemeyer, die vereinigten Posaunenchöre im Kirchenkreis unter Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga und Kantor Uwe Bittersmann an der Orgel sorgten für einen würdigen musikalischen Rahmen. SI

