Zeichen der Hoffnung mitten im Chaos

Ansgar Wallenhorst gastierte in der Kreuzkirche. FOTO: QUICKELS

HERNE – Mit Ansgar Wallenhorst hat am 26. März einer der bedeutendsten Gegenwartsorganisten in der Herner Kreuzkirche ein Konzert gegeben. Es war  das dritte Abendkonzert nach der Wiedereinweihung der Orgel. Zu Beginn brachte Wallenhorst Johann Sebastian Bachs Concerto in C-Dur zu Gehör. Dabei kam die Klangfülle des restaurierten Instruments ebenso zur hörbaren Entfaltung wie bei der Interpretation von Franz Liszts Fantasie und Fuge über einen Choral aus Giacomo Meyerbeers Oper „Der Prophet“.

Als besondere Überraschung hatte Wallenhorst eine Improvisation über das Lied „Die Erde ist des Herrn“ von Joachim Rieß im Programm. Dieses Thema hatte Kreuzkirchen-Presbyter und C-Kirchenmusiker Björn Pfadenhauer dem Gastorganist kurzfristig vorgegeben unter dem Eindruck der Naturkatastrophe in Japan Mitte März. Die Improvisation geriet für die Zuhörenden zu einem Zeichen der Hoffnung inmitten des Chaos. Wallenhorst unterstrich mit seinem Spiel seinen Ruf als herausragender Improvisator, der1999 durch den 2. Preis beim „3ème Concours d´orgue de la ville de Paris“ sowie durch den Grand Prix beim 43. Internationalen Improvisationswettbewerb in Haarlem (Niederlande) im Jahr 2000 bestätigt wurde. Lang anhaltender Applaus unterstrich, wie beeindruckt das Publikum vom Vortrag des Konzertorganisten war. AR